KGV Uns Eck e.V.
Verfasst am 02.04.2026 um 22:39 Uhr

Sanierungstagebuch – Vereinshaus KGV „Uns Eck“ e.V.

Liebes Bautagebuch,


heute beginnt sie… die Mission „Rettet das Vereinshaus“.

Mit viel Motivation, einer Portion Wahnsinn und vermutlich zu wenig Kaffee starten wir in die Sanierung bzw. Instandsetzung unseres guten alten Vereinshauses.


Ab heute wird hier jeder Fortschritt festgehalten – damit alle miterleben können, wie aus „naja… geht so“ irgendwann ein echtes Vereinshaus wird.


Das Ziel ist klar:


Ein Ort, der seinen Namen auch wirklich verdient – und nicht mehr bei jedem Betreten leise knarzt „lass es lieber…“.







Tag 1 – Das Badezimmer (oder: Der Anfang vom Chaos)

Der Plan war simpel: Badezimmer sanieren.
Die Realität: Erstmal alles leer räumen… und dabei feststellen, dass sich über die Jahre eine beeindruckende Sammlung an „Das kann man bestimmt nochmal gebrauchen“-Material angesammelt hat.

Ergebnis: Ein ordentlicher Müllberg, der schon sehnsüchtig auf seinen Ausflug zum Wertstoffhof wartet.

Doch damit nicht genug…


Als Nächstes ging es der Wandverkleidung an den Kragen.
Und hier zeigte sich schnell: Wir kämpfen nicht nur gegen alte Materialien – sondern gegen eine längst vergessene Spezies…


Schlitzschrauben.


Und nicht nur ein paar…
Nein.
Sehr viele.
Unverschämt viele.


Gefühlt wurde jede einzelne Schraube persönlich von jemandem reingedreht, der uns heute noch auslacht.

Mit jeder gelösten Schraube wächst der Respekt vor den Erbauern – und gleichzeitig die Frage, warum man sich damals genau dafür entschieden hat.


Aber wir geben nicht auf.
Noch nicht.


Mal sehen, welche Überraschungen uns beim nächsten mal erwartet… vermutlich nichts Gutes.

Tag 2 – Der Gegenschlag


Liebes Bautagebuch,


nachdem wir gestern bereits erste Verluste (vor allem Nerven) durch die Schlitzschrauben erlitten haben, ging es heute in die nächste Runde.


Diesmal haben wir das Schlachtfeld von der anderen Seite betreten.

Erster Schritt: Raum freiräumen.
Schränke, Tisch, Stühle – alles raus.


Kurz gesagt: Alles, was nicht niet- und nagelfest war… war es danach auch nicht mehr.

Doch dann war es wieder da…






mein alter Erzfeind: die Schlitzschraube.


Aber heute lief das anders.

Kein langes Gefummel mehr.
Kein verzweifeltes Abrutschen.
Kein „das müsste doch jetzt gehen…“.                                                                      


Schraubenzieher weg. Tigersäge raus.

Und dann ging alles ganz schnell.

Mit der Tigersäge wurde kurzer Prozess gemacht.


Ein paar gezielte Schnitte hier, ein paar entschlossene Züge dort –
und plötzlich verloren die alten Wände Stück für Stück ihren Halt.


Ein paar motivierte Schläge mit der Brechstange später war klar:
Die Wand hat diesen Kampf nicht gewonnen.


Nebenbei wurden noch Lichtschalter und Steckdosen demontiert und abgeklemmt – Sicherheit geht schließlich vor 

(auch wenn es hier eher nach Abenteuer aussah).


Auch die alten Wasserleitungen mussten dran glauben und wurden kurzerhand rausgesägt.

Und dann… kam er.


Und natürlich – wer kennt es nicht –


fasst man eine Sache an, kommen direkt die nächsten Überraschungen.

So auch bei unserer sogenannten Panelwand im Vereinshaus.


Offenbar wurde das Wort „Wand“ darin sehr wörtlich genommen.


Denn anstatt einer einfachen Verkleidung… war das Ganze tatsächlich die Wand selbst.


Bedeutet:
Nicht nur „ein bisschen abnehmen“ – sondern einmal komplett neu machen.

Aber gut…
Das ist natürlich kein Problem.


(Wir tun einfach so, als hätten wir genau das geplant.)


Der Endgegner eines jeden Bautages:


Das Aufräumen.


Und ja… es ist einiges zusammengekommen.
Sehr einiges.
Ein ganzer Haufen „Das war mal wichtig“-Material, das jetzt Richtung Wertstoffhof wandert.

Aber wie sagt man so schön:


Wo gehobelt wird, fallen Späne – und bei uns ganze Wände.


Zum Abschluss wurde es dann noch kurz theoretisch:
Der grobe Plan für das neue Bad steht.


Jetzt geht es langsam an die Materialbeschaffung.

Mal sehen, ob wir morgen wieder bauen…


oder erstmal verzweifelt vor dem Baumarktregal stehen.