Dauerkleingartenverein Kolonie Am See e.V.

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Verfasst am 14.05.2019 um 10:35 Uhr

Boden und Bewässerung gehen Hand in Hand   

Klimawandel auch im Kleingarten   

Was passiert bei uns? 

Der CO2-Gehalt in der Luft steigt, die Temperatur steigt, die Sonnenaktivität nimmt ab, es wird trockner, Winter werden kürzer...


Trockenheit in unseren Gärten

Seit Sommer 2018 hat unser Gartenboden viel zu wenig Wasser durch Niederschläge erhalten. Die Trockenheit stellt uns im Jahr 2019 vor große Probleme, wenn es nicht in nächster Zeit eine Wende gibt. Wir sehen die ersten Schäden bereits bei immergrünen Pflanzen wie z.B. bei Thuja-oder Zypressen-Hecken, aber auch durch den Befall von Schadinsekten, wie diverse Splintkäfer, die geschwächte Gehölze befallen und diese dann absterben lassen. Wichtig ist es, dass abgestorbene Pflanzen gerodet werden.

Tröpfchenbewässerung

Foto: © Sven Wachtmann

In der jetzigen Zeit der Klimaveränderung kann Wasser zu einem kritischen Element im Garten werden. Dabei ist Wasser für unsere Obst- und Gemüsepflanzen unerlässlich, um eine gute Ernte zu erhalten. Welche Möglichkeiten haben wir Gartenfreunde?


Hand in Hand

Kommt eine Trockenperiode auf uns zu, braucht es etwas Weitblick, denn Wässern allein bringt es nicht.  Man sollte gleichzeitig unnütze Verdunstung und damit Wasserverlust vermeiden. Der Gartenboden und seine effiziente Bewässerung wollen Hand in Hand gehen.


Wassermanagement

  • effiziente Bewässerungstechnik (z.B. Tröpfchen Bewässerung, Mikrobewässerung)
  • Auffangen und Nutzung von Regenwasser (z.B. Regenwassertank)
  • frühmorgendliches und durchdringendes Wässern der wichtigen Kulturen
  • bedarfs- und zielgerechtes Bewässern der Pflanzen; dabei möglichst ausgiebig wässern, dafür nicht so oft gießen! Kontrollieren Sie, ob der Boden in etwas tieferen Schichten auch feucht ist


Mulchen und bewässern

Foto: © Sven Wachtmann


Bodenpflege

  • -->  Wasseraufnahmefähigkeit des Bodens fördern (z.B. durch einen Humosen, gut mit organischem Material angereicherten Boden, durch Zuführung von Kompost)

--> für eine ganzjährige Bodenbedeckung (z.B. Gründüngung) sorgen

--> bei jungen Kulturen kann zudem das Hacken der obersten Bodenschicht als geeignete  Boden-bearbeitung empfohlen werden. Es unterbricht den Wassertransport und  vermindert die Verdunstung.

--> Bodenoberfläche abdecken zum Beispiel mit Mulch, Rasenschnitt, Folie, Fließ, Pflanzen oder durch Gründüngung, um die Verdunstung zu reduzieren

--> widerstandsfähige, resistente, hitze- und trockenheitstolerante robuste Pflanzen, tief  

 wurzelnde Sorten und Arten bevorzugen („Klimapflanzen“, „Klimabäume“)


Temperatursenkung

Feuchtbiotope, wie z.B. Teich und Mulden, in den Gärten anlegen. Sie sind gewollte Verdunstungs-oberflächen, die eine natürliche Kühlung erzeugen und gleichzeitig Lebensräume schaffen.



Sven Wachtmann

Vorstandsmittglied Fachberatung