KGV Am Schützenhof e.V.
Tipps für den Garten
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Verfasst am 12.04.2026 um 17:02 Uhr

Kartoffeln legen oder setzen – so geht’s

In Kürze: Kartoffeln legen oder setzen

Wenn man sagt: Kartoffeln legen oder setzen bedeutet dies, sie ins Beet zu pflanzen. Man pflanzt Kartoffeln zwischen April und Mai. Setzen Sie die Knollen etwa 10 bis 15 Zentimeter tief und im Abstand von 35 Zentimetern in lockeren, nährstoffreichen und von Unkraut befreiten Boden. Zwischen den Reihen sollte der Abstand zwischen 60 bis 70 Zentimetern liegen. Übrigens: Vorgekeimte Kartoffeln wachsen zu besonders robusten Pflanzen heran und sind früher erntereif!

Wann kann man Kartoffeln legen?

Die Bodentemperatur sollte schon gut zehn Grad Celsius warm sein. Wenn Frost droht , so schützen Sie die Kartoffeln mit einem Vlies.
Möchten Sie später die Kartoffeln lagern, legen Sie die Knollen erst im Mai, wenn der Boden schön warm ist. Viele Bauern setzen beim Anbau auf den Spruch "Setzt Du mich im April, komm ich, wann ich will. Setzt Du mich im Mai, komm ich gleich herbei". Das bestätigt sich in der Praxis: Wenn man ab Anfang Mai die Kartoffeln in wärmere Erde legt, wachsen deutlich schneller und vor allem gleichmäßiger und holen den Rückstand zu den früher gelegten Knollen schnell wieder auf.

Wie pflegt man frisch gesetzte Kartoffeln

Wenn die Austriebe sichtbar werden, bringen Sie weitere Erde auf und schließen die Furche damit. Falls bis Mitte Mai noch Fröste drohen, decken Sie das Beet erneut mit Vlies ab. Sobald die Pflanzen gut 20 Zentimeter hoch sind (meist Ende  Mai),häufeln Sie die Reihen an. Dafür  ziehen Sie einfach die Erde zwischen den Reihen zu einem Damm hoch. Im Damm ist der Boden locker und warm, darin werden sich die meisten neuen Knollen bilden. Lockern Sie die Erde neben dem Damm ab und zu vorsichtig. Bei großer Trockenheit brauchen auch Kartoffeln Wasser. Bewässern Sie möglichst morgens, damit der Boden bis abends wieder trocken ist. Gießen Sie nur unter den Blättern, sonst wird die Krautfäule begünstigt. Die Kartoffeln sollten nach dem Austrieb gedüngt werden. Dazu eignet sich verdünnte Brennnesseljauche.
Etwa drei Monate nach dem Pflanzen legen die Kartoffeln ihre natürliche Ruhephase ein und die oberirdischen Teile vertrocknen – das Startsignal, um die Kartoffeln zu ernten. Die Ernte geht im Juni mit frühen Sorten los und endet im Oktober mit den späten Sorten.

Ist das Vorkeimen der Kartoffeln vor dem Setzen sinnvoll?

Der Ertrag kann bei vorgetriebenen Kartoffeln bis zu 20 Prozent höher ausfallen. Beim Anbau von Frühkartoffeln im Garten macht sich das besonders bemerkbar. Legen Sie die Kartoffeln bis zur Hälfte in flache Schalen mit Pflanzerde und stellen diese so lange bei 20 Grad Celsius auf, bis sich dunkelgrüne Knospen bilden. Dann brauchen die Kartoffeln Licht, aber kühlere Temperaturen von zehn bis zwölf Grad Celsius.

Wie bereitet man den Boden fürs Setzen von Kartoffeln vor?

Kartoffeln lieben leichte bis mittelschwere, tiefgründige Böden ohne Staunässe. Sollten Sie Sandböden im Garten haben, sollten Sie sie mit viel reifem Mist und Kompost anreichern, denn Kartoffeln bringen als starkzehrendes Gemüse auf kargen Böden geringere Erträge. Graben Sie feste Böden zwei Wochen vor dem Legen der Kartoffeln um, entfernen Sie Steine und Wurzelkräuter und arbeiten Sie dabei Humus ein. 
Kartoffeln lieben die Sonne, sind hungrig und sollten pro Quadratmeter drei Liter Kompost (das ist eine Schaufel voll) sowie eine Handvoll Hornspäne ins Bett bekommen.
Den Humus können Sie mit Sie mit einem Grubber einarbeiten, sofern der Boden tiefgründig locker ist. Wenn Sie die Kartoffeln zwei Wochen später in das vorbereitete Beet  setzen, werden noch Unkräuter keimen, die Sie einfach mit einer Ziehhacke entfernen.

Die Reihen erwärmen sich rascher, wenn sie in Ost-West Richtung angelegt werden. Sie sollten Kartoffeln und Tomaten nicht in unmittelbarer Nähe anbauen, da Krankheiten wie die Krautfäule beide Kulturen befallen.

Wie tief sollte man Pflanzkartoffeln setzen?

Setzen Sie die vorgekeimten als auch unbehandelte Knollen in eine 10 bis 15 Zentimeter tiefe Furche. Sie können sogar halbierte Knollen legen, wenn deren Schnittfläche abgetrocknet ist, sonst schimmeln sie. Bedecken Sie die Kartoffeln mit etwas Erde, die Furche kann also noch als solche erkennbar bleiben. Für die Kübel-Anzucht der Kartoffeln (was durchaus auch auf dem Balkon passieren kann) setzen Sie eine oder mehrere Knollen in einen Kübel und füllen immer wieder Erde nach, wenn die Pflanzen zehn Zentimeter weiter gewachsen sind.

Kartoffeln legen: Der richtige Pflanzabstand

Setzen Sie die Kartoffeln im Abstand von gut 30 bis 35 Zentimetern in eine Furche aus und bedecken Sie sie mit feinkrümeliger Erde. Halten Sie zwischen den einzelnen Reihen einen Abstand von 60 bis 70 Zentimetern ein, damit später genügend Platz und auch Erde zum Anhäufeln der jungen Pflanzen da ist. Denn bevor Sie mit dem Anhäufeln der Kartoffeln beginnen, hacken oder grubbern Sie die Erde gründlich durch, damit Sie die Unkräuter leichter entfernen können. Mit der gelockerten Erde geht das Anhäufeln der Pflanzen auch wesentlich leichter.


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