Kleingärtnerverein Ackerscholle e.V.
Tipps für den Garten
zurück zur Übersicht
Verfasst am 31.01.2024 um 18:37 Uhr

Gartentipps Februar 2024

Erste Aussaaten auf der Fensterbank

Langsam keimendes Gemüse wie Cilli macht den Anfang bei der Aussaat. Dann kommen schon Paprika und Auberginen hinzu. Am besten ist es die Samen in lauwarmen Wasser vorzuweichen. Basilikum können Sie ebenfalls bereits jetzt in Töpfe säen. Dabei sollten Sie aber darauf achten, dass Sie diese nicht zu dicht aussäen. Auch Lauch keimt und wächst sehr langsam.


Frostschäden an immergrünen Zierpflanzen entfernen

An immergrünen Zierpflanzen wie Kirschlorbeer und Stechpalmen treten in kalten Wintern Frostschäden auf. Diese zeigen sich an braunen Blättern und abgestorbenen Trieben. Wenn Sie solche abgestorbenen Triebe entdecken, müssen Sie diese nun großzügig entfernen.


Giersch aus dem Garten entfernen - So funktioniert’s

Im Ziergarten breitet sich jetzt wieder an schattigen, nährstoffreichen Stellen Giersch aus. Dieses Unkraut entfernen Sie am besten, indem Sie die Wurzeln mit einer Grabegabel ausstechen und trocknen lassen, bevor Sie den Giersch auf den Kompost geben.

Es gibt aber noch eine andere Möglichkeit, um Giersch loszuwerden. Legen Sie einfach feste Pappe auf die von Giersch befallenen Stellen und decken Sie diese dann mit Rindenmulch ab. Im nächsten Jahr sind die Wurzeln abgestorben und lassen sich leicht entfernen.


Alte Triebe von Ziergräsern & Stauden abschneiden

Ab Ende Februar sollten Sie die alten Triebe von Ziergräsern und Stauden abschneiden, damit die neuen Triebe wieder Platz haben. Die abgeschnittenen Zweige lässt man nach Möglichkeit noch einige Zeit liegen; so können Nützlinge, die in den Trieben überwintert haben, ohne
Störungen ihre Winterruhe zu Ende bringen.


Das letzte Wintergemüse jetzt ernten

Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um das letzte Wintergemüse zu ernten. Dazu zählen Grünkohl, Feldsalat, Rosenkohl und Radicchio.

 wichtig:

Warten Sie mit dem Ernten nicht zu lange. Sobald Rosenkohl und Grünkohl Blüten entwickeln, werden sie nämlich ungenießbar und sind nur noch als Kompostbeigabe oder Hasenfutter geeignet.


Beete durchharken und düngen 

Die Beete selbst sollten Sie schon jetzt langsam wieder auf die Saison vorbereiten. An Tagen mit milderen Temperaturen ohne Frost können Sie die Beete zum Beispiel schon leicht durchharken und eventuell Dünger einstreuen. Auch Kompost, Hornspäne oder Pferdemist können Sie jetzt in die Beete einharken.


Pferdemist: die beste Heizung für das Frühbeet 

Ihre Frühbeete sollten Sie jetzt ebenfalls vorbereiten und ihnen so zusagen "warme Füße" verpassen. Das gelingt Ihnen mit Pferdemist. Heben Sie das Beet 60 bis 70 Zentimeter tief aus. Verteilen Sie in dem ausgehobenen Beet anschließend ca. 30 Zentimeter hoch Pferdemist und darüber noch ca. 20 Zentimeter hoch Humus. Danach die Fenster des Frühbeetes schließen.

Was nun passiert? Ganz einfach: der Mist beginnt zu verrotten, entwickelt dabei Hitze und erwärmt den Boden, sodass Sie Ende Februar schon mit der Aussaat beginnen können.


Gartenplan erstellen und Saatgut bestellen

Solange im Februar noch eisige Temperaturen herrschen und Schnee liegt, können Sie in Ruhe Ihren Gemüsegarten planen und Saatgut bestellen bzw. einkaufen. Zahlreiche Anbieter haben jetzt noch eine große Auswahl an Samen jeder Art.

Am besten ist es, wenn Sie sich jedes Jahr einen Gartenplan machen und vermerken, welche Gemüsesorten gut gediehen sind und wo die Ernte eher spärlich ausgefallen ist oder von Schädlingen dezimiert wurde. Außerdem möchten Sie vielleicht manche Gemüsearten nicht mehr anbauen und dafür andere neue Arten ausprobieren. All das sollten Sie in einem Gartenplan vermerken und dementsprechend dann das Saatgut bestellen.

"Fruchtmumien" schnell aus dem Garten entfernen!

Vertrocknete Äpfel und Birnen, so genannte Fruchtmumien, die noch an Bäumen hängen oder am Boden liegen, sollten sie schnell aus Ihrem Garten entfernen. Sie werden oft von der Fruchtfäule Monilia befallen und übertragen diese Krankheit dann auf die Bäume.


Gewächshaus regelmäßig von Schnee befreien

Liegt auf Gewächshäusern, vor allem Foliengewächshäusern, viel Schnee, sollten Sie diesen umgehend herunterkehren. Nasser, schwerer Schnee kann dazu führen, dass die Folien das Gewicht nicht mehr tragen können und das Gewächshaus zusammenfällt.

Sommerblühende Sträucher jetzt zurückschneiden

Sommerblühende Sträucher wie Schmetterlingsflieder sollten Sie bei frostfreiem Wetter kräftig zurückschneiden, damit sich schnell neue Triebe mit Blütenansätzen bilden.

Beachten Sie: Je länger Sie mit dem Schnitt warten, desto länger dauert es, bis die Sträucher im Sommer blühen.

 

Balkon- und Kübelpflanzen aus der Winterruhe holen - So wird's gemacht

Wenn das Klima wieder milder und sonniger wird, können Sie Ihre Balkon- und Kübelpflanzen gegen Ende Februar langsam wieder aus der Winterruhe holen. Dazu sollten Sie die Pflanzen zurückschneiden und in frische Erde setzen. Falls nötig auch in größere Töpfe.

Anschließend geht es darum, die Pflanzen wieder an die wärmeren Temperaturen zu gewöhnen. Je früher Sie das machen, desto früher blühen sie auch. An einem warmen, hellen Platz treiben Geranien, Fuchsien und Co. dann bald wieder aus.


Apfelblütenstecher bekämpfen - So einfach geht's!

Auch die ersten Schädlinge wie z.B. der Apfelblütenstecher sind bereits im Februar an wärmeren Tagen wieder anzutreffen. Entdecken Sie diesen Schädling in Ihrem Garten, müssen Sie aber nicht gleich die Chemiekeule zücken, um ihn zu bekämpfen. Es gibt eine weitaus bessere Variante, um den Apfelblütenstecher wieder loszuwerden.


Gehen Sie so vor:

Wickeln Sie zum Schutz Streifen aus Wellpappe um die Stämme der Apfelbäume und kontrollieren Sie morgens, ob sich die Apfelblütenstecher darunter verstecken. Wenn ja, dann müssen Sie die Schädlinge nur noch absammeln.


Amerikanischen Stachelbeermehltau bekämpfen - So klappt's!

Wie so ziemlich jede Pflanze so bleiben auch die Stachelbeeren nicht von Krankheitenverschont. Eine häufig auftretende Krankheit ist z.B. der amerikanische Stachelbeermehltau. Wer ihn an seinen Stachelbeeren entdeckt, sollte schnell handeln.


⇒ Schadbild des amerikanischen Stachelbeermehltaus:

Ein Befall mit dem amerikanischen Stachelbeermehltau lässt sich ganz leicht erkennen: Zunächst einmal macht sich über den Triebspitzen, Blättern und Früchten ein mehlig-weißer Belag breit. Anschließend verfärben sich die Früchte nach und nach braun. Diese lassen sich dann nicht mehr verwerten.


 Bekämpfung des amerikanischen Stachelbeermehltaus:

Wenn Sie an Ihren Stachelbeeren diese Krankheit entdeckt haben, sollten Sie die Triebe im Februar circa 10 Zentimeter lang abschneiden. Zusätzlich empfiehlt sich ab Mitte Februar ein mineralisches Mittel zur Stärkung der Pflanze einzusetzen.


Jetzt erste Frühjahrsblüher pflanzen

Jetzt werden bereits die ersten Frühjahrsblüher wie Primeln, Krokusse, Bellis oder Hyazinthen in den Gartenmärkten angeboten. Diese pflanzen Sie am besten in Kästen oder große Töpfe als ersten Farbtupfer des Gartenjahres.

 wichtig:

Bei Frostgefahr müssen Sie die Pflanzen unbedingt mit einem Vlies abdecken oder über Nacht ins Haus stellen.


Sommerblumen auf der Fensterbank vorziehen - So klappt's!

Ende Februar können Sie die ersten Sommerblumen, die langsamer keimen, im Gewächshaus oder auf dem Fensterbrett aussäen. Zu den langsamen Keimern gehören z.B. die Schwarzäugige Susanne, Astern, Löwenmäulchen, Zinnien oder Männertreu. Diese sollten Sie wie folgt vorziehen:

Wichtig ist beim Vorziehen auf jeden Fall, dass Sie die Wahl des Aussaatgefäßes abhängig von der Größe der Samen machen. Große Samen sollten Sie am besten gleich in Blumentöpfe mit Aussaaterde geben, damit die Wurzel von Anfang an genügend Platz zum Wachsen haben. Kleinere Samen hingegen sollten Sie lieber in Saatschalen aussäen.

Anschließend die Töpfe bzw. Schalen an einen hellen Platz stellen und stets leicht feucht, aber niemals nass, halten.

Nach den Eisheiligen, wenn keine Nachtfröste mehr drohen, können Sie die Blumen dann ins Freiland pflanzen.


Rankhilfen aus Holz renovieren - So wird's gemacht

Zäune, Rankgerüste und Pergolen aus Holz können Sie im Februar an sonnigen, wärmeren Tagen mit einem Holzschutzmittel streichen. Im Februar ist der perfekte Zeitpunkt dafür, da die Pflanzen an den Zäunen bzw. Gerüsten dann noch nicht ausgetrieben sind und dementsprechend nicht zurückgebunden oder geschnitten werden müssen.


Gehen Sie so vor:

Entfernen Sie zunächst einmal den alten, abgeblätterten Lack und säubern Sie das Holz. Anschließend den neuen Lack auftragen und gut trocknen lassen. Danach müssen Sie die zuvor entnommenen Pflanzentriebe nur noch wieder am Rankgerüst einfädeln.


Wichtig: umweltfreundliche Acryl-Lacke wählen

Beim Kauf eines Holzschutzmittels sollten Sie darauf achten, dass Sie einen umweltfreundlichen Acryl-Lack wählen. Manche Holzarten wie Eiche, Teak oder Robinie besitzen sogar von Natur aus einen Schutz gegen Pilze und Fäulnis und müssen dementsprechend lediglich ab und zu mal geölt werden.


Zierpflanzen mit Kaffeesatz düngen - So wird’s gemacht

Zierpflanzen und -sträucher wie Rhododendren und Azaleen, die einen säuerlichen Boden lieben, können Sie im Februar eine Düngung mit Kaffeesatz verabreichen. Kaffeesatz enthält nämlich Kalium, Stickstoff und Phosphor. Also schmeißen Sie ihn nicht einfach weg, sondern düngen Sie Ihre Pflanzen damit. Arbeiten Sie den Kaffeesatz einfach leicht mit einer Harke rund um die Pflanzen ein und schon wird der Boden mit Stickstoff angereichert und der Säuregrad gesenkt


Begonienknollen aus der Winterruhe holen

Mitte Februar können Sie die ersten Begonienknollen aus der Winterruhe holen. Und so wird’s gemacht: Mischen Sie Blumenerde mit Sand und geben Sie diese Mischung in einen Blumentopf. Anschließend die Knollen flach in die Erde legen und die Töpfe dann an einen hellen, kühlen Ort stellen. Nun nur mäßig gießen. Sobald sich erste Triebe zeigen,  sollten Sie die Töpfe an einen wärmeren Ort stellen.