Am Morgen des 21. März 2026 trafen sich die Gartenfachberater aller Bezirksverbände des Landes Berlin zur jährlichen Gartenfachberaterkonferenz beim Bezirksverband Charlottenburg. Pünktlich um 10:00 Uhr eröffnete Thorsten Fritz, Vizepräsident des Landesverband Berlin der Gartenfreunde e.V. die Veranstaltung.
Themenschwerpunkt der diesjährigen Konferenz war die kleingärtnerische Bewirtschaftung von Parzellen und die Rolle der Gartenfachberater bei der Beratung der Kleingärtner. Zu den positiven Nachrichten gehörte insbesondere, dass das Kleingartenflächensicherungsgesetz des Landes Berlin seit dem 21.03.2026 in Kraft ist.
Fachanwalt und Notar Klaus Kuhnigk erläuterte die Rolle der Gartenfachberater als Berater für die Gartenvorstände und für die Gartenfreunde. Gartenfachberater werden vom Landesverband ausgebildet und nach erfolgreicher Prüfung bei den Gartenvereinen tätig. Bei der Ausbildung zum Gartenfachberater werden insbesondere Aspekten der Kleingärtnerischen Nutzung vermittelt. Somit können sie die Gartenvorstände z.B. bei den Gartenbegehungen mit ihrem Fachwissen unterstützen. Die Durchsetzungspflicht bei festgestellten Mängeln bleibt jedoch Aufgabe der Vereinsvorstände.
Bundesfachberater Thomas Kleinworth (Bundesverband der Kleingartenvereine Deutschlands e.V.) ging explizit auf den Wohnungsmangel in Großstädten wie Berlin ein. Ungenutzte Flächen können zu Bauland umgewidmet werden, das können auch Kleingärten sein, bei denen die Kleingärtnerische Nutzung nicht gegeben ist. Dabei hat es jeder Kleingärtner selber in der Hand, sein Kleinod zu schützen. Kleingärtnerische Nutzung ist kein Hexenwerk. Mindestens 1/3 des Kleingartens muss der Selbstversorgung mit Obst und Gemüse dienen. Auch die Vielfalt beim Anbau spielt eine Rolle. Umso mehr Obst- und Gemüsesorten angebaut werden, umso besser fällt die Bilanz bei den Gartenbegehungen aus. Die restlichen 2/3 können für die Laube, das Gewächshaus, die Blumenbeete und natürlich auch für den Rasen verwendet werden, nicht zu vergessen den Totholzhaufen, Vogelhäuschen, Insektenhotel und vielen weiteren ökologisch wertvollen Maßnahmen.
Bild und Text: Jürgen Brockhausen, Bezirkschronist Gartenfreunde Berlin-Marzahn





