KGV "Frühauf" e.V.
Chronik

Leider liegen keine Angaben zur Anfertigung einer Chronik der frühen Jahre vor. Wir arbeiten hier gerne nach, wenn Ihr uns weitere Informationen zur Verfügung stellt (Fotos, Zeitungsausschnitte etc.)

Als 1933 das heutige Gelände des Kleingarten-Vereins, bis dahin Ablagefläche der Eisengießerei Jachmann, zur Parzellierung freigegeben wurde, begann die Arbeit.

Die Parzellen wurden abgesteckt und jeder versuchte, den Boden bis zu einem Meter Tiefe zu sieben und anschließend urbar zu machen. Aus dieser gemeinsamen schweren Arbeit und gegenseitiger Hilfe, entstanden Freundschaften, die oft über Jahrzehnte andauerten. 

Es blieb aber auch Zeit zum Feiern. Das jährliche Kinder-und Sommerfest war das Ereignis des Jahres.

Mit der Verkleinerung des Geländes unseres Kleingarten-Vereins, für den Schul-und Krankenhausneubau wurden 143 Parzellen vernichtet. 1975 wurde aus den Zeitgärten der jetzige Kleingarten-Verein "Frühauf" e.V.. Auf dem Brachgelände vor dem Kleingarten-Verein entstanden 47 neue Parzellen und der 7. Weg, der Promenadenweg, war geboren.

Im Laufe der Jahre haben Lauben ihre Besitzer gewechselt. Dem Kleingarten-Verein "Frühauf" e.V. ist es ein besonderes Bedürfnis das keinem unserer Mitglieder das Zugehörigkeitsgefühls zu unserer Gemeinschaft verloren geht.


Kleine Chronik  

Um das Jahr 1920 wurde ein Brachgelände der Knopschen Erben an der Roedernalle

von Kleingärtnern besiedelt. Aufgrund der damaligen Wohnungsnot entstanden auf

dem Gelände größtenteils Wohnlauben, teilweise mit staatlichen Zuschüssen.

Im Jahr 1926 gründeten die Kleingärtner unseren Verein und schlossen sich der

Kleingärtnerorganisation von Berlin-Reinickendorf an.

1932 - 1933 mußte die Kolonie an der Roedernalle, die zu dieser Zeit aus ca.90%

Wohnlauben bestand, von den Kleingärtnern geräumt werden. Dem Verein wurde

1933 vom Bezirksamt Reinickendorf das städtische Gelände zur Besiedelung

zugewiesen, auf dem wir uns heute teilweise befinden. Das Areal bestand aus zwei

Teilen, die durch einen mit Industriebetrieben bebauten Streifen getrennt waren.

Beide Geländeteile wurden mit großem Aufwand von den Kleingärtnern erschlossen.

Die Parzellenanwärter waren verpflichtet ca. 300 Stunden Gemeinschaftsarbeit zu leisten

um den Boden urbar zu machen und Wege anzulegen.

Während des 2. Weltkrieges, wurden in den Jahren 1942 bis 1945, 50% der bis dahin

entstandenen Wohnlauben durch Kriegseinwirkung zerstört, der Rest zum Teil schwer

beschädigt. Einige Kleingärtner mußten in diesen Jahren ihre Wohnlauben unter

schwierigsten Bedingungen mehrmals aufbauen, zumal sie oftmals auch ihre Stadt-

wohnungen verloren hatten.

Nach dem Krieg wurde auch die kleinste Fläche intensiv genutzt um die Ernährung

zu sichern. In dieser Zeit hat sich unser Verein an Sammlungen von Obst und Gemüse usw.

für Krankenhäuser, Altenheime und Waisenhäuser beteiligt.

In den Jahren 1945 bis 1946 wurde die Kolonie zum großen Teil durch Eigenleistung

elektrifiziert.

Einen weiteren Einschnitt in die Vereinsgeschichte brachte uns 1974 bis 1976 die Räumung

für den Schulbau an der Miraustraße sowie für den Neubau des Krankenhauses am

Nordgraben. Über die Hälfte des Vereinsgeländes ging verloren.

Ein Teil des Parzellenverlustes wurde durch Parzellenteilung bzw. Neu-Parzellierung im

Bereich des heutigen Promenadenweges aufgefangen.

Ein Anschluß an die Wasserversorgung der Berliner Wasserbetriebe erfolgte ab 1976 mit

dem Bau eines eigenen Rohrnetzes.

Die Beleuchtung der Wege wurde ab 1985 in Angriff genommen.

Mit dem Erwerb der Laube im Bahnweg Nr.6 steht uns seit 1993 ein eigenes Vereinshaus

zur Verfügung.

Nach diesem Rückblick auf unsere bewegte Vereinsgeschichte bleibt die Hoffnung auf

eine friedvolle Zukunft und einen gesicherten Bestand unserer Kolonie für

viele Jahrzehnte.