Landesverband Braunschweig der Gartenfreunde e.V.
Interkultureller Garten

Eine Oase im Grünen


Der Interkulturelle Garten wurde im Jahr 2007 auf dem Gelände der Kleingartenanlage "Heideland e.V." in Braunschweig eröffnet. Die Trägerschaft übernahm der "Förderverein Roots Interkultureller Garten e.V." im Januar 2025 von der Stadt Braunschweig. Diese fördert das gesamte Projekt "Interkultureller Garten" institutionell. 


Innerhalb von fünf Monaten wurde aus einer verwilderten Fläche auf der auch eine baufällige Laube gestanden hat ein farbenfroher Garten, der mittlerweile ein Ort der Begegnung in einer grünen Oase wurde. Der Garten besteht insgesamt im Wesentlichen aus zwei zusammengelegten Kleingärten in einer überwiegend durch deutsche Kleingärtner betriebenen Gartenanlage. Der Garten wird überwiegend von Menschen besucht, die meist unter dramatischen Umständen aus ihrer Heimat geflohen sind. Sie suchen einen Ort, an dem sie Willkommen sind und wo jemand ist, der ihnen zuhört, der Ihnen bei einigen Problemen auch Lösungen anbieten kann. Für diese Menschen ist der Garten ein Ort, der Geborgenheit und Schutz bietet und den sie ohne Angst aufsuchen können.

Die Besucher*innen des Interkulturellen Gartens entscheiden selbst, ob sie im Garten mitarbeiten, miteinander reden oder nur Ruhe finden Zusätzlich dient der Interkulturelle Garten, anderen Gärtner*innen, Angehörigen, Freunden, Nachbar*innen und Unterstützer*innen als Treffpunkt und Plattform für Austausch, Verständigung und gemeinsame Aktivitäten.


Vor allem neu zugewanderte Geflüchtete haben die Chance, außerhalb ihres unmittelbaren häuslichen Umfelds Kontakte zu knüpfen. Dies geschieht unabhängig von ihren Sprachkenntnissen und ihrer sozialen Herkunft.


Informationsveranstaltungen zu sozialen- und gesundheitlichen Themen, Kunstprojekte und gesellschaftspolitische Wochenendseminare ergänzen das Angebot. 


Alle genannten Aktivitäten sind nur durch den engagierten Einsatz der Honorar- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden möglich. Dazu gehört u.a. auch, dass von ehrenamtlich Mitarbeitenden durchgeführtes Angebot zum Erlernen der deutschen Sprache (weitere Infos siehe Flyer).
 
Während der Öffnungszeiten (siehe Flyer) sind immer zwei Honorarmitarbeitende, die in der Regel selbst eine Migrationsgeschichte haben, als erste Ansprechpartner*in vor Ort.  

Die gesamte Leitung des Projektes "Interkultureller Garten" liegt in der Verantwortung der Diplom-Pädagogin Martina Krüger. Außerhalb des Gartens übernimmt Frau Krüger, auch die Bereiche Einzelfallberatung und psychosoziale Beratung (Anschrift siehe Flyer). 


Der "blaue Mann" und die "Lady in red" sind zwei von mehreren Skulpturen, die die Braunschweiger Künstlerin Nejla Gür gemeinsam mit Menschen aus zehn Nationen und Mitglieder*innen des KGV "Heideland" 2010 gestaltet hat. Die Teilnehmenden setzten sich mit dem Thema "Visionen einer multikulturellen Gesellschaft" auseinander. 


Die syrische Bildhauerin, Abeer Farhoud, erstellte mit Besucher*innen des Interkulturellen Gartens 2017 dieses Relief. Es stellte sich dabei im Rahmen eines Projektes die Frage, „was ist Heimat, Identität und Interkulturalität?“