Geschichte der Kleingartenanlage
Die Umfriedung der vorgesehenen Gärten mit einem Stängelzaun von 80m Länge übernahm ein Freiberger Baumeister. Auch an eine erste Wasserleitung wurde gedacht. Nach dem 1. Weltkrieg wurde der Hauptweg beleuchtet.
Für die Parzellen wurden Satzungen und eine Gartenordnung erlassen, die die Rechte und Pflichten der Pächter regelte und die Arbeitsweisen der zu wählenden Vorstände beinhaltete. 1909 leitete Herr M.K. als erster gewählter Vorsitzender den Verein.
In den Kriegsjahren 1914 bis 1918 appellierte man an die Gartenbesitzer, Gemüse anzubauen und kein ertragsfähiges Stück Land unbebaut zu lassen, um den Hunger und der Not entgegenzuwirken, die der Krieg mit sich brachte. Das Interesse nach einem Kleingarten stieg in dieser Zeit.
Nach 1918 wurden die Kleingärten für die Ernährung der Bevölkerung genutzt. So entstanden immer mehr Kleingärten.
1920 wurde durch die Freiberger Kleingartenvereine der Ortsverband der vereinigten Schrebergartenpächter Freibergs gegründet.
Etwa zur selben Zeit übernahm der Reichsbund der Kleingärtner und Kleinsiedler e.V. viele Vereine. Das hatte zur Folge, dass viele Vorsitzende ihr Amt niederlegten.
1945 endete der Krieg und der Reichsbund der Kleingärtner und Kleinsiedler e.V. wurde aufgelöst. Aufgrund der herrschenden Lebensmittelknappheit wurden viele ungenutzte Flächen als Gartenland genutzt und die Landesregierung Sachsen schützte die Kleingärtner vor Kündigungen. 11 Freiberger Gartenvereine, darunter auch die Scheunenstraße, haben sich zusammengeschlossen und die Vereinigung der Kleingartenhilfe Freiberg gegründet.
1946 übernahm die Kommune die Kleingärten.
In dieser Zeit bekam der Gartenverein den Zusatznamen "Bergmannsgruß". Dieser wurde 1949 bei einer Versammlung im Brauhof von 64 Anwesenden gewählt.